diff --git a/contents/drawings/1108.svg b/contents/drawings/1108.svg
new file mode 100644
index 0000000..41063f2
--- /dev/null
+++ b/contents/drawings/1108.svg
@@ -0,0 +1,152 @@
+
+
diff --git a/contents/drawings/1108.tex b/contents/drawings/1108.tex
new file mode 100644
index 0000000..6f08bcc
--- /dev/null
+++ b/contents/drawings/1108.tex
@@ -0,0 +1,21 @@
+% Author: Dr. Matthias Jung, DL9MJ
+% Year: 2026
+\begin{tikzpicture}
+ \draw(0,+0)
+ to [american inductor, l={$L'$}, o-] ++(2,0) coordinate(x1)
+ to [american inductor, l={$L'$}] ++(2,0) coordinate(x2)
+ to [open] ++(2,0) coordinate(x3)
+ to [american inductor, l={$L'$}] ++(2,0) coordinate(x4)
+ to [short, -o] ++(1,0);
+ \draw(0,-2)
+ to [short, o-] ++(2,0) coordinate(y1)
+ to [short] ++(2,0) coordinate(y2)
+ to [open] ++(2,0) coordinate(y3)
+ to [short] ++(2,0) coordinate(y4)
+ to [short, -o] ++(1,0);
+ \draw[dashed](x2) -- (x3);
+ \draw[dashed](y2) -- (y3);
+ \draw(x1) to [C, l={$C'$}, *-*] (y1);
+ \draw(x2) to [C, l={$C'$}, *-*] (y2);
+ \draw(x4) to [C, l={$C'$}, *-*] (y4);
+\end{tikzpicture}
\ No newline at end of file
diff --git a/contents/sections/wellenwiderstand.md b/contents/sections/wellenwiderstand.md
index d91ec12..5153727 100644
--- a/contents/sections/wellenwiderstand.md
+++ b/contents/sections/wellenwiderstand.md
@@ -1,14 +1,36 @@
-Der Wellenwiderstand $Z$ einer symmetrischen Zweidrahtleitung hängt vom Mittenabstand der Leiter ($a$) und deren Durchmesser ($d$), sowie der relativen Dielektrizitätszahl $\epsilon_\mathrm{r}$ des dazwischen befindlichen Dielektrikums, ab. Die in der Formelsammlung angegebene Gleichung gilt für $a/d > 2,5$:
+Eine Speiseleitung lässt sich als Schaltung vieler kleiner Induktivitäten und Kapazitäten wie in Abbildung [ref:a_wellenwiderstand] darstellen. Aus diesen sogenannten Induktivitätsbelägen $L'$ in $\unit{\henry\per\meter}$ und Kapazitätsbelägen $C'$ in $\unit{\farad\per\meter}$ ergibt sich der Wellenwiderstand $Z$ der Leitung. Allgemein gilt:
-$Z = \dfrac{\qty{120}{\ohm}}{\sqrt{\epsilon_\mathrm{r}}} \cdot \ln{\left(\dfrac{2\cdot a}{d}\right)}$
+$Z_0 = \sqrt{\frac{L'}{C'}}.$
+
+
+[picture:1108:a_wellenwiderstand:Wellenwiderstand einer Speiseleitung]
+
+| X: Eigenschaft | l: Wert |
+| Impedanz | $\qty{50}{\ohm}$ |
+| Frequenzbereich | $ < \qty{1}{\giga\hertz}$ |
+| Kapazitätsbelag | $\qty{100}{\pico\farad\per\meter}$ |
+| Induktivitätsbelag | $\qty{0,25}{\micro\henry\per\meter}$ |
+| Ausbreitungsgeschwingkeit | $\qty{0,66}{\percent}$ |
+[table:a_rg58:Technische Daten aus einem Datenblatt eines RG-58-Koaxialkabels]
+
+
+Die Tabelle [ref:a_rg58] zeigt die technischen Daten eines RG-58-Koaxialkabels. Der Wellenwiderstand beträgt $\qty{50}{\ohm}$, der Kapazitätsbelag $\qty{100}{\pico\farad\per\meter}$ und der Induktivitätsbelag $\qty{0,25}{\micro\henry\per\meter}$. Aus diesen Werten lässt sich der Wellenwiderstand mit der obigen Formel berechnen:
+
+$Z_0 = \sqrt{\frac{\qty{0,25}{\micro\henry\per\meter}}{\qty{100}{\pico\farad\per\meter}}} = \sqrt{2500} = \qty{50}{\ohm}$
+
+Sind diese Kapazitäts- und Induktivitätsbeläge nicht bekannt, so gibt es Formeln in der Formelsammlung, die auf den geometrischen Abmessungen der Leitung und der relativen Dielektrizitätszahl des Dielektrikums basieren.
+
+Der Wellenwiderstand $Z_0$ einer symmetrischen Zweidrahtleitung hängt z. B. vom Mittenabstand der Leiter ($a$) und deren Durchmesser ($d$), sowie der relativen Dielektrizitätszahl $\epsilon_\mathrm{r}$ des dazwischen befindlichen Dielektrikums, ab. Die in der Formelsammlung angegebene Gleichung gilt für $a/d > 2,5$:
+
+$Z_0 = \dfrac{\qty{120}{\ohm}}{\sqrt{\epsilon_\mathrm{r}}} \cdot \ln{\left(\dfrac{2\cdot a}{d}\right)}$
Hierbei ist $\ln$ der natürliche Logarithmus.
[question:AG305]
-Der Wellenwiderstand $Z$ einer Koaxialleitung hängt vom Verhältnis des Innendurchmessers des Außenleiters ($D$) zum Durchmesser des Innenleiters ($d$) sowie des dazwischen befindlichen Dielektrikums ab. Der Formelsammlung entnehmen wir:
+Der Wellenwiderstand $Z_0$ einer Koaxialleitung hängt vom Verhältnis des Innendurchmessers des Außenleiters ($D$) zum Durchmesser des Innenleiters ($d$) sowie des dazwischen befindlichen Dielektrikums ab. Der Formelsammlung entnehmen wir:
-$Z = \dfrac{\qty{60}{\ohm}}{\sqrt{\epsilon_\mathrm{r}}} \cdot \ln{\left(\dfrac{D}{d}\right)}$
+$Z_0 = \dfrac{\qty{60}{\ohm}}{\sqrt{\epsilon_\mathrm{r}}} \cdot \ln{\left(\dfrac{D}{d}\right)}$
Hierbei ist $\ln$ der natürliche Logarithmus und $\epsilon_\mathrm{r}$ die relative Dielektrizitätszahl des Dielektrikums.