## NVIS – Raumwellenreflexion * Liegt die Sendefrequenz unter der kritischen Frequenz, wird selbst eine senkrecht nach oben gestrahlte Raumwelle von der Ionosphäre reflektiert. * Dadurch verschwindet die Tote Zone – ein Effekt, der für Nahverbindungen genutzt werden kann. * Voraussetzung: Eine Kurzwellenantenne, die in einem möglichst steilen Winkel nach oben strahlt. * Dieser Effekt wird als *Near Vertical Incidence Skywave (NVIS)* bezeichnet. --- ## NVIS – Vorteile im Notfunk * NVIS-Verbindungen ermöglichen die Überwindung von Hindernissen (z. B. bergiges Gelände), die ansonsten die Bodenwelle blockieren würden. * Geeignet sind horizontale Dipole, die in einer Aufbauhöhe von maximal einem Viertel der Wellenlänge aufgehängt werden – so wirkt die Erdoberfläche als Reflektor und sorgt für einen Gewinn in Richtung Zenit. --- ## NVIS – Antennenaufbau und Optimierung * Wird ein Horizontal-Dipol zu hoch aufgehängt, führt die Verzögerung bei der Reflektion zu einer Phasenverschiebung. * → Dadurch kommt es in Richtung Zenit zu teilweiser Auslöschung der reflektierten Welle. * → Das Ergebnis ist ein Gewinn in flacherer Abstrahlrichtung, was bei NVIS-Kommunikation unerwünscht ist. * Vertikalantennen sind ungeeignet, da sie ohnehin einen flachen Abstrahlwinkel aufweisen. --- [question:AG125] --- [question:AG224]