Im VHF-Bereich führt manchmal ein besonderer Effekt zu sogenannten Überreichweiten [index:Überreichweiten]. Es können dann erheblich größere Reichweiten erzielt werden. Die Ursache dafür findet in der Troposphäre [index:Troposphäre] statt. Das ist die unterste Schicht der Atmosphäre der Erde. Sie reicht bis in rund $\qty{15}{\kilo\meter}$ Höhe und wird auch als Wetterschicht bezeichnet, da sich hier der Großteil des Wetters abspielt. Am Übergang zwischen warmen und kalten Luftschichten bilden sich die sogenannten *troposphärischen Inversionsschichten*. An diesen werden die Funkwellen zur Erde hin reflektiert (Abbildung [ref:n_tropo]). [picture:734:n_tropo:Troposhärische Inversionsbildung, Schichten unterschiedlicher Temperatur liegen aufeinander, an der Grenze der Schichten werden Funkwellen im VHF-Bereich reflektiert] Die auftretenden Überreichweiten ermöglichen Funkverbindungen mit Stationen in rund $\num{800}$ bis $\qty{1000}{\kilo\meter}$ Entfernung. Im VHF-Bereich ist dies ein häufiger Ausbreitungsweg für Weitverbindungen. Troposphärische Inversionsbildung tritt hauptsächlich im Frühjahr und Herbst auf. [question:NH304]