## Der Prozess des Samplings * Analoge Signale werden in diskrete Samples umgewandelt * Sampling: Abtastung eines kontinuierlichen Signals in festgelegten Zeitabständen * Vergleichbar mit einer Kamera, die in regelmäßigen Intervallen Bilder aufnimmt --- ### Sampling – Das Kamerabeispiel * Eine Kamera nimmt z. B. $\num{24}$ Bilder pro Sekunde auf * Zwischen den Bildern können schnelle Bewegungen auftreten, die nicht erfasst werden * Wie bei der Kamera kann ein plötzliches Ereignis (z. B. eine Fliege) zwischen zwei Aufnahmen verloren gehen * Dadurch entsteht ein Verlust an zeitlicher Information --- ### Informationsverlust und Rekonstruktionsgrenze * Zwischen den Samples können schnelle Signaländerungen unentdeckt bleiben * Für eine fehlerfreie Rekonstruktion muss vor und nach jedem Signalwechsel ein Sample vorliegen * Ist dies nicht der Fall, gehen Details verloren – Aliasing tritt auf --- ## Das Nyquist-Shannon-Abtasttheorem * Für ein Signal mit maximaler Frequenz $f_{\mathrm{max}}$ muss die Abtastrate $\gt 2 \cdot f_{\mathrm{max}}$ betragen * Nur so können alle Signalwechsel korrekt erfasst und rekonstruiert werden * Wird diese Grenze unterschritten, entstehen Alias-Effekte --- [question:AF617] --- ### Praktisches Beispiel: CD-Player * CD-Player arbeiten typischerweise mit $\qty{44,1}{\kilo\sps}$ ($\num{44100}$ Samples pro Sekunde) * Daraus folgt: Frequenzen bis ca. $\qty{22}{\kilo\hertz}$ können korrekt abgebildet werden * Dies entspricht dem HiFi-Frequenzbereich guter Stereoanlagen * Merke: Die Abtastfrequenz sollte stets knapp über dem Doppelten der maximal zu verarbeitenden Frequenz liegen --- [question:AF616] --- [question:AF618] --- [question:AF619]