## Erklärung Ist die Verbindung zwischen Sender und Potentialausgleich elektrisch leitungsbedingt etwa $\lambda/4$ (oder ein ungerades Vielfaches davon) lang, kann sie sich als verlustbehaftete HF-Transformationsleitung verhalten. Eine Viertelwellenleitung transformiert eine Impedanz, sodass ein niedriger Abschlusswiderstand am einen Ende am anderen Ende als hoher Widerstand erscheinen kann. Im konkreten Fall bedeutet dies: * Der Potentialausgleich stellt aus Sicht der Niederfrequenz einen niederohmigen Bezugspunkt dar. * Bei hochfrequentem Betrieb kann dieser niederohmige Punkt durch die $\lambda/4$-Leitung impedanztransformiert werden. * Dadurch erscheint am Senderende eine deutlich höhere HF-Impedanz. * Die Leitung kann resonant wirken und stehende Wellen ausbilden. * Am Sendergehäuse kann sich ein HF-Spannungsmaximum (HF-Spannungsbauch) einstellen. * Dies führt zu einer berührbaren Hochfrequenzspannung ("RF-hot chassis" bzw. „heißes Gehäuse“), obwohl der Gleichstrom- und niederfrequente Erdungszustand korrekt ist.