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<h1>Eine weltweite Gemeinschaft</h1>
<p>Willkommen in der faszinierenden Welt des Amateurfunks! Bereits 2,8 Millionen Menschen sind Teil der Gemeinschaft der
Funkamateure. Wir widmen uns technischen und wissenschaftlichen aber auch sozialen, bildungs- und
entwicklungsf&ouml;rdernden Zielen und dienen der V&ouml;lkerverst&auml;ndigung sowie humanit&auml;ren Aufgaben.</p>
<h2>Was ist Amateurfunk?</h2>
<p>Als Teilnehmer am Amateurfunkdienst besitzt man das Recht, eigene Sende- und Empfangsanlagen zu entwickeln und zu
betreiben. Der Amateurfunk er&ouml;ffnet die M&ouml;glichkeit, mit einer Vielzahl von &Uuml;bertragungsverfahren zu
experimentieren &ndash; von der klassischen Kurzwelle &uuml;ber Satellitenfunk bis hin zum Internet der Dinge,
einschlie&szlig;lich neuer Verfahren mithilfe von k&uuml;nstlicher Intelligenz. Der Amateurfunkdienst bietet aber
nicht nur die M&ouml;glichkeit zur pers&ouml;nlichen Wissenserweiterung durch Experimente und kontinuierliche
Weiterbildung, sondern erlaubt auch, einen Beitrag zur globalen Verst&auml;ndigung zu leisten. Im Bedarfsfall kann
der Amateurfunkdienst zudem Hilfsaktionen in Not- und Katastrophenf&auml;llen unterst&uuml;tzen. Es ist wichtig zu
betonen, dass der Amateurfunkdienst auf gleicher Ebene mit anderen Funkdiensten wie zum Beispiel Mobilfunk, Rundfunk
und Flugfunk steht.</p>
<h2>Wie wird man Funkamateur?</h2>
<p>F&uuml;r die Teilnahme am Amateurfunkdienst ist ein Amateurfunkzeugnis erforderlich, das durch eine erfolgreiche
Pr&uuml;fung bei der Bundesnetzagentur erlangt wird. Diese Plattform dient der Vorbereitung auf die Pr&uuml;fungen
f&uuml;r die verschiedenen Amateurfunkklassen. Du kannst <a href="https://50ohm.de/index.html#lernen"
target="_blank" rel="noopener">hier</a> direkt starten.</p>
<h2>Welche Amateurfunkklassen gibt es in Deutschland?&nbsp;</h2>
<p>In Deutschland gliedert sich der Amateurfunk in drei Klassen: die Klasse N f&uuml;r Neueinsteiger, die erweiterte
Klasse E und die Klasse A mit h&ouml;chster Leistung auf allen zugeteilten Frequenzen. F&uuml;r alle Klassen ist
eine <a href="https://50ohm.de/pruefung.html" target="_blank" rel="noopener">Pr&uuml;fung</a> bei der
Bundesnetzagentur (BNetzA) erforderlich. Die nachstehende Tabelle bietet eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die
Unterschiede zwischen den Klassen.</p>
<table style="table-layout: fixed; border-collapse: collapse; width: 100%; overflow-x: auto; vertical-align: top;"
width="100%">
<tbody>
<tr style="border-bottom: 1px solid #000;">
<th>&nbsp;</th>
<th style="color: white; background: #47ABE8; vertical-align: top;">Klasse N</th>
<th style="color: white; background: #FE756C; vertical-align: top;">Klasse E</th>
<th style="color: white; background: #3BB583; vertical-align: top;">Klasse A</th>
</tr>
<tr style="border-bottom: 1px solid #000;">
<td style="vertical-align: top;">Leistung:</td>
<td style="background: #DAEEFA; vertical-align: top;">10 W E(I)RP <a href="#fn1"><sup>1</sup></a></td>
<td style="background: #FFE3E2; vertical-align: top;">100 W PEP <a href="#fn2"><sup>2</sup> </a></td>
<td style="background: #D6F2E6; vertical-align: top;">750 W PEP <a href="#fn2"><sup>2</sup> </a></td>
</tr>
<tr style="border-bottom: 1px solid #000;">
<td style="vertical-align: top;">Amateurfunkb&auml;nder:</td>
<td style="background: #DAEEFA; vertical-align: top;">
<ul>
<li>10 m</li>
<li>2 m</li>
<li>70&nbsp;cm</li>
</ul>
</td>
<td style="background: #FFE3E2; vertical-align: top;">
<p>Zus&auml;tzlich zu den B&auml;ndern der Klasse N:</p>
<ul>
<li>160 m</li>
<li>80 m</li>
<li>15 m</li>
<!--<li>
<a href="#fn3"><sup>3</sup></a></li>-->
<li>23 cm</li>
<li>$\le$ 13 cm</li>
</ul>
</td>
<td style="background: #D6F2E6; vertical-align: top;">
<p>Zus&auml;tzlich zu den B&auml;ndern der Klasse N und E:</p>
<ul>
<li>2,2 km</li>
<li>630 m</li>
<li>60 m</li>
<li>40 m</li>
<li>30 m</li>
<li>20 m</li>
<li>17 m</li>
<li>12 m</li>
<li>6 m</li>
<!--<li>3 m<a href="#fn3"><sup>&nbsp;</sup></a></li>-->
</ul>
</td>
</tr>
<tr style="border-bottom: 1px solid #000;">
<td style="vertical-align: top;">Weitere Rechte:</td>
<td style="background: #DAEEFA; vertical-align: top;">
<ul>
<li>Relaisfunkstellen betreiben,</li>
<li>Clubstationen betreiben</li>
</ul>
</td>
<td style="background: #FFE3E2; vertical-align: top;">
<p>Zus&auml;tzlich zu den Rechten der Klasse N:</p>
<ul>
<li>Ausbildungsfunkbetrieb</li>
</ul>
</td>
<td style="background: #D6F2E6; vertical-align: top;">
<p>Zus&auml;tzlich zu den Rechten der Klasse E:</p>
<ul>
<li>Remotebetrieb</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr style="border-bottom: 1px solid #000; vertical-align: top;">
<td style="vertical-align: top;">Pr&uuml;fungsteile:</td>
<td style="background: #DAEEFA; vertical-align: top;">
<ul>
<li>Betriebliche Kenntnisse (B)</li>
<li>Kenntnisse von Vorschriften (V)</li>
<li>Technische Kenntnisse (N)</li>
</ul>
</td>
<td style="background: #FFE3E2; vertical-align: top;">
<p>Zus&auml;tzlich zu B, V, N:</p>
<ul>
<li>Technische Kenntnisse (E)</li>
</ul>
</td>
<td style="background: #D6F2E6; vertical-align: top;">
<p>Zus&auml;tzlich zu B, V, N, E:</p>
<ul>
<li>Technische Kenntnisse (A)</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr style="border-bottom: 1px solid #000; vertical-align: top;">
<td style="vertical-align: top;">Inhalte Technik:</td>
<td style="background: #DAEEFA; vertical-align: top;">
<ul>
<li>Grober &Uuml;berblick</li>
<li>Sehr einfache Rechnungen</li>
<li>Formeln anwenden</li>
</ul>
</td>
<td style="background: #FFE3E2; vertical-align: top;">
<ul>
<li>Qualitatives Verst&auml;ndnis</li>
<li>Leichte Rechnungen</li>
<li>Formeln umstellen</li>
</ul>
</td>
<td style="background: #D6F2E6; vertical-align: top;">
<ul>
<li>Tiefgehendes Verst&auml;ndnis</li>
<li>Komplizierte Rechnungen</li>
<li>Kombinieren mehrerer Formeln</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr style="border-bottom: 1px solid #000;">
<td>Internationale Vorgaben:</td>
<td style="background: #DAEEFA; vertical-align: top;"><a href="https://docdb.cept.org/download/409">ECC Report 89</a></td>
<td style="background: #FFE3E2; vertical-align: top;"><a href="https://docdb.cept.org/download/2065">ERC Report 32</a></td>
<td style="background: #D6F2E6; vertical-align: top;"><a href="https://docdb.cept.org/download/2569">T/R 61-02 (HAREC)</a></td>
</tr>
<tr style="border-bottom: 1px solid #000;">
<td style="vertical-align: top;">Rufzeichen:<a href="#fn4"><sup>4</sup></a></td>
<td style="background: #DAEEFA; vertical-align: top;">DN9...</td>
<td style="background: #FFE3E2; vertical-align: top;">DO1-9... und DA6...</td>
<td style="background: #D6F2E6; vertical-align: top;">DA1... &ndash; DM9...<a href="#fn4"><sup>4</sup></a>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p id="fn1"><sup>1</sup> Bei 10&nbsp;m 10&nbsp;W ERP und bei 2&nbsp;m und 70&nbsp;cm 10&nbsp;W EIRP</p>
<p id="fn2"><sup>2</sup> Ausnahmen siehe Anlage 1 der Amateurfunkverordnung (AFuV)</p>
<!--<p><sup>3</sup> Duldung durch Amtsblattmitteilungen ab 01.01.2025 (<a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Allgemeines/Presse/Amtsblatt/Einzeldownloads/Amtsblatt_24.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2" target="_blank" rel="noopener">Vfg Nr. 105/2024</a>)</p>-->
<p id="fn3"></p>
<p id="fn4"><sup>4</sup> Genaue Regelungen vgl. <a href="https://50ohm.de/rzp">Rufzeichenplan</a></p>
<h2>Drei verschiedene Klassen ... was ist denn da der Unterschied in der Praxis?</h2>
<p>In diesem Zusammenhang wird sehr h&auml;ufig auch die Frage gestellt: "Wie weit geht das denn &uuml;berhaupt?" Oder:
"Wie weit komme ich mit welcher Klasse?" Leider gibt es darauf genauso wenig eine allgemeing&uuml;ltige Antwort wie
auf die Frage "Wieviel kostet ein Computer?" (20&euro; f&uuml;r einen Raspberry Pi Zero, viele Millionen f&uuml;r
einen Supercomputer).&nbsp;Ebenso schwer ist die Frage "Wie schwer ist die Pr&uuml;fung?" zu beantworten: Ein
zw&ouml;lfj&auml;hriger Sch&uuml;ler wird das naturgem&auml;&szlig; viel schwieriger empfinden als eine Professorin
f&uuml;r Elektrotechnik. Dennoch werden wir versuchen, einen ungef&auml;hren &ndash; und auch stark vereinfachenden
&ndash; Eindruck zu geben, welche Verbindungsarten Du mit welcher Klasse nutzen kannst und welche Reichweiten dabei
realistisch sind.</p>
<h3>Klasse N</h3>
<p>Mit der Mitte 2024 neu eingef&uuml;hrten Klasse N des Amateurfunkdienstes darfst Du im 10-Meter-Band, im 2-Meter-Band
und im 70-cm-Band Funkbetrieb durchf&uuml;hren. Diese B&auml;nder &auml;hneln aufgrund sehr &auml;hnlicher
Frequenzen dem Jedermann-Funk (CB-Funk, Freenet bzw. PMR) von den Ausbreitungsbedingungen sehr stark.</p>
<p>Allerdings darfst Du mit der Klasse N insbesondere gegen&uuml;ber PMR und Freenet mit bis zu 20facher Leistung
arbeiten (10 Watt EIRP statt 0,5 Watt EIRP bzw. 1 Watt ERP), was der erzielbaren Reichweite deutlich zugute kommt.
Des weiteren erlaubt der Amateurfunk auch andere &Uuml;bertragungsverfahren wie SSB, Morsen oder digitale Verfahren
(z.B. FT-8, JS-8 oder LoRA), welche die Reichweite gegen&uuml;ber freien Funkanwendungen selbst bei gleicher
Sendeleistung deutlich steigern. Auch die Kommunikation mit erdumlaufenden Satelliten, die auf dem 2m und 70cm Band
senden, ist m&ouml;glich.</p>
<p>Insbesondere existieren im Amateurfunk in allen drei genannten B&auml;ndern zahlreiche sogenannte Relais, auch
Repeater genannt. Dies sind automatisch betriebene Funkstationen, welche empfangene Funksignale selbst wieder
ausstrahlen und sie sozusagen verst&auml;rken. Da diese Relais meist auf Bergen, Funkt&uuml;rmen oder
Hochh&auml;usern errichtet werden, vergr&ouml;&szlig;ern sie drastisch die erzielbaren Reichweiten, oft auf 50km und
mehr. Dies erm&ouml;glicht zuverl&auml;ssige Kommunikation &uuml;ber erstaunlich gro&szlig;e Distanzen auch unter
erschwerten Bedingungen. Beispielsweise wird ein Funkamateur in Ulm einen Bekannten in M&uuml;nchen selbst unter
g&uuml;nstigsten Bedingungen mit einem Handfunkger&auml;t kaum erreichen k&ouml;nnen &ndash; verwenden beide jedoch
das 2-Meter-Amateurfunkrelais DB0ZU auf der Zugspitze, dann ist ein Gespr&auml;ch problemlos m&ouml;glich. Weiterhin
sind die Repeater &uuml;ber das Internet miteinander vernetzt. &Uuml;ber das digitale DMR-Repeaternetzwerk
Brandmeister sind sogar weltweite Verbindungen m&ouml;glich, da auf der ganzen Welt diese Repeater vorhanden sind.
Zwar existieren in Deutschland auch einige wenige Relais f&uuml;r CB, Freenet und PMR; im Vergleich zum Amateurfunk
mit seiner nahezu 100%igen Fl&auml;chenabdeckung ist dies jedoch eine verschwindend kleine Menge.</p>
<p>Da die Klasse N derzeit eine rein deutsche Angelegenheit ist, darfst Du leider ausschlie&szlig;lich von deutschem
Boden aus senden. So darf sich ein Funkamateur mit Klasse N zwar problemlos von Saarbr&uuml;cken aus mit einer
Station in Warschau unterhalten, beispielsweise im 10-Meter-Band &ndash; doch sobald derselbe Funkamateur in
Frankfurt an der Oder &uuml;ber die polnische Grenze gegangen ist, darf er das nicht mehr, da er sich nicht mehr auf
deutschem Staatsgebiet befindet.</p>
<p>Daf&uuml;r ist die Klasse N auch vergleichsweise einfach zu erhalten. Bez&uuml;glich der abgefragten technischen
Themen wurde sogar darauf geachtet, dass sie mit Unterrichtsthemen der 8. und 9. Klassen harmonieren, so dass die
Pr&uuml;fung zur Klasse N auch f&uuml;r Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler relativ problemlos zu schaffen sein
sollte.</p>
<h3>Klasse E</h3>
<p>Gegen&uuml;ber der Einsteiger-Klasse N bietet die Klasse E zus&auml;tzliche M&ouml;glichkeiten. Die zus&auml;tzlich
verf&uuml;gbaren Kurzwellenb&auml;nder 160m, 80m und 15m gew&auml;hrleisten, dass Du an fast jedem Tag des Jahres
f&uuml;r wenigstens ein paar Stunden die Gelegenheit f&uuml;r Fernverbindungen (ab 500km) finden kannst. Die
erheblich h&ouml;heren Sendeleistungen (auf den meisten relevanten B&auml;ndern 75 Watt oder 100 Watt PEP am
Antenneneingang gegen&uuml;ber 10 Watt ERP/EIRP in Klasse N) sowie die M&ouml;glichkeit, diese 75W bzw. 100W
nochmals mit einer Richtantenne zu verst&auml;rken, erlauben deutlich gr&ouml;&szlig;ere Reichweiten bzw.
Verbindungssicherheit. Mit guter Antenne und gutem Timing sind Verbindungen tags&uuml;ber im 10- oder 15-Meter-Band
beispielsweise nach Australien oder S&uuml;damerika keine gro&szlig;e Besonderheit. Das 80-Meter-Band und das
160-Meter-Band wiederum erlauben sogenannte NVIS-Verbindungen: Durch Reflexion der Signale an der Ionosph&auml;re
erreichst Du vor allem in der Nacht einen Funkpartner auch hinter einem Bergr&uuml;cken, welcher eine direkte
Kommunikation normalerweise unm&ouml;glich machen w&uuml;rde.</p>
<p>Die B&auml;nder 13cm (2,4 GHz) und 6cm (5,7 GHz) liegen in der N&auml;he der Frequenzbereiche f&uuml;r WLAN und
erlauben eine Teilnahme am HAMnet &ndash; das ist sozusagen drahtloses Internet f&uuml;r Funkamateure; allerdings
sind hier wegen der im Vergleich zu WLAN viel h&ouml;heren erlaubten Sendeleistungen (5W PEP gegen&uuml;ber 0,5W
EIRP) plus der M&ouml;glichkeit, auch beim Senden Richtantennen zu verwenden, viel h&ouml;here Reichweiten teilweise
&uuml;ber zig Kilometer erzielbar. Auch der geostation&auml;re Satellit QO-100 verwendet die
Gigahertz-Frequenzb&auml;nder. Dar&uuml;ber sind Verbindungen von Brasilien, Europa, Afrika bis Indien m&ouml;glich.
</p>
<p>Die E-Klasse wird in einigen anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern anerkannt, so dass Du beispielsweise im Urlaub
ebenfalls Funkbetrieb machen darfst. Stand 01/2024 sind dies die L&auml;nder &Ouml;sterreich, Schweiz,
Liechtenstein, Belgien, Niederlande, Luxemburg, D&auml;nemark, Tschechien, Polen; desweiteren Albanien, Australien,
Belarus, Bosnien-Hercegovina, Estland, Finnland, Gr&ouml;nland, Island, Israel, Kanada, Kroatien, Lettland, Litauen,
Moldavien, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen, Portugal, Rum&auml;nien, Russland, Slowakei, Slowenien, Ungarn,
Ukraine, USA (ohne Gew&auml;hr). Die genaue Liste findet man beim DARC-Auslandsreferat.</p>
<p>Gegen&uuml;ber der Klasse N sind die technischen Fragen nat&uuml;rlich deutlich anspruchsvoller, aber auch diese sind
nach unseren Erfahrungen nach dem alten System auch f&uuml;r Personen machbar, welche in der Schule Mathematik und
Physik nicht gerade als Lieblingsf&auml;cher betrachtet haben.</p>
<h3>Klasse A</h3>
<p>Zun&auml;chst stechen die gegen&uuml;ber Klasse E in fast allen B&auml;ndern nochmals deutlich erh&ouml;hten Leistungsgrenzen ins Auge; so sind beispielsweise auf den meisten Kurzwellenb&auml;ndern bis zu 750 Watt PEP zul&auml;ssig. Damit sind auch ungew&ouml;hnlichere Ausbreitungsarten m&ouml;glich: Bei EME (Erde&ndash;Mond&ndash;Erde) wird unser ca. 400.000 km entfernter Mond als Reflektor f&uuml;r die Radiowellen benutzt. Troposcatter wiederum ist eine fr&uuml;her gerne vom Milit&auml;r verwendete Verbindungsart f&uuml;r sehr hohe Leistungen, welche bis ca. 500 km sehr zuverl&auml;ssige Verbindungen auf Frequenzen ab dem UKW-Bereich erm&ouml;glicht.<br>Viele Funkamateure nutzen diese hohen Leistungsgrenzen jedoch gar nicht aus, sondern erwerben die Klasse A haupts&auml;chlich dazu, um in den Genuss der zus&auml;tzlichen, besonders attraktiven Kurzwellenb&auml;nder zu gelangen: Von den Kurzwellenb&auml;ndern 40 m, 30 m, 20 m und 17 m erlaubt fast zu jeder Tages- und Nachtzeit mindestens eines Weitverkehrs-Funkverbindungen. Ebenso sind je nach Tageszeit und Sonnenaktivit&auml;t die B&auml;nder 60m und sogar 40m manchmal besser f&uuml;r NVIS-Verbindungen geeignet als 160m und 80m. Dar&uuml;berhinaus erm&ouml;glichen das Mittelwellenband 630m sowie das Langwellenband 2200m zu quasi jeder Tageszeit Verbindungen &uuml;ber mehrere hundert Kilometer.</p>
<p>Vereinfacht dargestellt wird eine deutsche Amateurfunk-Zulassung der Klasse A in vielen L&auml;ndern der Welt anerkannt &ndash; im Gegensatz zur Klasse E insbesondere auch in den beliebten Urlaubsl&auml;ndern Frankreich, Italien, Spanien, Bulgarien, Griechenland, T&uuml;rkei, Gro&szlig;britannien und Schweden (ohne Gew&auml;hr). In vielen L&auml;ndern darfst Du mit der deutschen Klasse A sogar ohne Voranmeldung einfach drauf losfunken; in anderen L&auml;ndern kannst Du mit Klasse A vor dem Urlaub ein Rufzeichen des jeweiligen Landes beantragen, ohne dass Du hierf&uuml;r im entsprechenden Land eine Amateurfunk-Pr&uuml;fung ablegen m&uuml;sstest.</p>
<p>Gegen&uuml;ber der Klasse E sind die technischen Fragen nochmals anspruchsvoller. Nach unseren Erfahrungen mit dem alten Fragenkatalog ist jedoch auch diese Pr&uuml;fung f&uuml;r Personen machbar, welche ein gewisses mathematisches Grundverst&auml;ndnis und vor allem Freude am Verstehen naturwissenschaftlich-physikalischen Zusammenh&auml;ngen haben. Studierte Elektrotechniker werden die Pr&uuml;fung mit wenigen Tagen Vorbereitungszeit meistern; Personen mit weniger technisch-mathematischer Ausbildung m&uuml;ssen sich entsprechend etwas mehr Wissen aneignen. Bitte lass Dich von der Mathematik nicht abschrecken: Das "Schlimmste", was in den Formeln vorkommt, sind Logarithmen, Wurzeln, Potenzen und Winkelfunktionen. Sehr viele Funkamateure mit Rufzeichen der Klasse A sind keine Elektrotechniker, sondern beispielsweise Juristen, Mediziner, Informatiker oder Kaufleute.</p>
<h2>Und jetzt?</h2>
<p>Welche Klasse ist nun die richtige f&uuml;r Dich? Sprich, wieviel Technik solltest Du lernen? Gl&uuml;cklicherweise
kannst Du hier aufgrund des neuen Aufbaus der Pr&uuml;fungen hier relativ risikoarm gleich von Anfang an mutig sein
und Klasse E oder auch Klasse A anstreben. Denn angenommen, Du meldest Dich gleich f&uuml;r die Klasse A zur
Pr&uuml;fung an, schaffst dann aber lediglich die Teile zu Betriebstechnik/Vorschriften und Technik Klasse N, aber
nicht die Pr&uuml;fungsteile Technik Klasse E und A: In diesem Fall w&uuml;rde Dir dennoch schon einmal eine
Zulassung der Klasse N zugeteilt. Die Pr&uuml;fungsteile zu Klasse E oder A kannst Du dann zu einem sp&auml;teren
Zeitpunkt wiederholen und erh&auml;ltst nach deren Bestehen dann entsprechend eine Zulassung der Klasse E bzw. A.
</p>
<h1 id="contributors">Wer betreibt eigentlich 50ohm.de?&nbsp;</h1>
<p>
Die Lernplattform ist ein Angebot des DARC (<a href="https://www.darc.de" target="_blank" rel="noopener">Deutscher
Amateur-Radio-Club e. V.</a>). Viele ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind daran beteiligt.
Die Inhalte stehen unter der <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY 4.0 Lizenz</a> und sind in diesem <a href="https://github.com/DARC-e-V/50ohm-contents-dl" target="_blank" rel="noopener">Repository</a> verfügbar.
Um zu diesem Repository beizutragen, musst du die entsprechendenHinweise in unserer Datei <a href="https://github.com/DARC-e-V/50ohm-contents-dl/blob/main/CONTRIBUTING.md" target="_blank" rel="noopener">CONTRIBUTING</a> beachten.
</p>
<h3>Die Erstellerinnen und Ersteller der Lerninhalte sind:</h3>
<p>&nbsp;Matthias Amberg (DG4MA), Henrik Bartels (DL6OCH), Jan Behrens (DL9JBE), Helmut Berka (DL2MAJ), Mathias Dahlke
(DJ9MD), Michael Danowski (DK6QW), Christian Dasch (DO1CMD), Sabrina Deharde (DO7XK), Lucas Ebersberger (DA1EE),
Dennis Eisold (DN9KGB), Klaus Finkenzeller (DL5MCC), Christoph Fischer (DC6GF), Michael Funke (DL4EAX), Tim Grelka (DA2TG), Michael Groni
(DB7YI), Prof. Dr. Michael Hartje (DK5HH), Christian Hillmer (DM7EE), Ronny Jerke (DG2RON), Prof. Dr. Matthias Jung
(DL9MJ), Thomas Kamp (DF5JL), Erich Kless (DD4UQ), Karlheinz Krause (DL4DBY), Stephan Kregel (DG1HXJ), Dr. Andreas
Krüger (DJ3EI), Michael Lowack (DK1KC), R&uuml;diger Maa&szlig; (DF7LYN), Ralf Mahler (DF1RM), Daniel Mittendorf (DK5WP), Michael Moller
(DG9NDT), Christian Reiber (DL8MDW), Harald Rode (DL4HR), Florian Schmid (DL1FLO), Prof. Dr. Herrmann Schumacher
(DF2DR), Alexander Schumacher (DL1ASN), Marco Schwan (DC8WAN), Prof. Dr. Klaus Solbach (DK3BA), Caspar Heinrich Nicolas Spethmann, Bj&ouml;rn Swierczek
(DL1PZ), Aaron Thielmann (DB9TT), Carmen Weber (DM4EAX), Lars Weiler (DC4LW), Daniel Wendt-Fr&ouml;hlich (DL2AB),
Severin Wiedemann (DL9SW)</p>
<h3>Fragenkatalog:</h3>
<p>Die enthaltenen Pr&uuml;fungsfragen sind dem amtlichen Fragenkatalog entnommen: Pr&uuml;fungsfragen zum Erwerb von
Amateurfunkpr&uuml;fungsbescheinigungen, <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/amateurfunk" target="_blank"
rel="noopener">Bundesnetzagentur</a>, 3. Auflage, M&auml;rz 2024, <a href="https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0"
target="_blank" rel="noopener">Datenlizenz Deutschland &ndash; Namensnennung &ndash; Version 2.0</a></p>
<div class="page" title="Page 1">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column"><strong>Am Fragenkatalog, welcher in Kooperation mit der Bundesnetzagentur entstand,
waren und sind folgende Personen beteiligt:</strong>
<p>Fabian Amann (DC1SAF), Matthias Amberg (DG4MA), Henrik Bartels (DL6OCH), Jan Behrens (DL9JBE),
Michael Berger (DF7SA), Helmut Berka (DL2MAJ), Dr.-Ing. Hartmut B&uuml;ttig (DL1VDL), Mathias Dahlke
(DJ9MD), Michael Danowski (DK6QW), Sabrina Deharde (DO7XK), Hendrik Dietrich (DG3HDA), Marcus
Engelmann (DL2DCX), Klaus Finkenzeller (DL5MCC), Christian Frie&szlig; (DL2MDU), Michael Funke
(DL4EAX), Michael Gebhardt (DM1CHL), Lukas Greiner (KN6PSU), Michael Groni (DB7YI), Prof. Dr.-Ing.
Michael Hartje (DK5HH), Gerrit Herzig (DH8GHH), Thomas Hillen (DF2TH), Christian Hillmer (DM7EE),
Martin Jerabek (DK1MJ), Ronny Jerke (DG2RON), Prof. Dr.-Ing. Matthias Jung (DL9MJ), Klaus Jung
(DL5KJ), Thomas Kamp (DF5JL), Erich Kless (DD4UQ), Peter Kornherr (DK4KP), Karlheinz Krause
(DL4DBY), Stephan Kregel (DG1HXJ), Dr. Andreas Kr&uuml;ger (DJ3EI), Martin Kuhn (DL3SFB), Stefan
Lampprecht (DL1SL), Manfred Lauterborn (DK2PZ), Markus L&ouml;r (DO2MLS), Michael Lowack (DK1KC),
J&uuml;rgen Lutz (DK3OL), Hannes Matuschek (DM3MAT), G&uuml;nther Mildenberger (DL4BX), Daniel
Mittendorf (DK5WP), Michael Moller (DG9NDT), Roy Muselick (DM4ET), Andreas N&uuml;tzel (DG4MIC),
Ralph Oppelt (DL2NDO), Dr.-Ing. Henning Paul (DC4HP), Marei Peischl, Peter Pfann (DL2NBU), Christian
Reiber (DL8MDW), LL.B. Lukas Reinhardt (DO7VLR), Harald Rode (DL4HR), Uwe R&uuml;diger (DG2DBF),
Paul Schimanski (DF4ZL), Florian Schmid (DL1FLO), Werner Schmidt (DL4YBZ), Malte Schmitz (DE7LMS),
Stefan Scholl (DC9ST), Alexander Schumacher (DL1ASN), Marco Schwan (DC8WAN), Bj&ouml;rn Swierczek
(DL1PZ), Aaron Thielmann (DB9TT), Jann Traschewski (DG8NGN), Alexander Vidoni (DK6AV), Werner
Vollmer (DF8XO), Carmen Weber (DM4EAX), Michael Weber (DL1XMW), Lars Weiler (DC4LW), Wolfgang Welter
(DL2KBJ), Daniel Wendt-Fr&ouml;hlich (DL2AB), Severin Wiedemann (DL9SW), Udo Witte (DJ4FV),
Dipl.-Ing. Claus-Dieter Wittek (DF8QJ), Bernhard Zimmermann (DG3BZ), Emile Hansmaennel</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
<hr>
<h1 id="ausbilder">Informationen für Ausbilder</h1>
<ul>
<li>ℹ️ Informationen für Ausbilder gibt es auf der <a href="https://www.darc.de/der-club/referate/ajw/ausbildungsunterlagen-n-e-a" target="_blank" rel="noopener">AJW-Seite</a></li>
<li>📚 <a href="https://50ohm.de/hausaufgabe.html">Hausaufgaben Erstellen</a></li>
<li>⬇️ Download der 50ohm.de-Seite als Zip-Datei: <a href="https://50ohm.de/build.zip" target="_blank" rel="noopener">build.zip</a></li>
<li>📡 50ohm.de im HAMNET: <a href="http://50ohm.db0fc.hamnet.radio/" target="_blank" rel="noopener">http://50ohm.db0fc.hamnet.radio/</a></li>
</ul>
<hr>
<h1 id="software">Welche Software wird genutzt?</h1>
<p>
50ohm.de verwendet die folgenden Open-Source-Komponenten. Die Links führen
jeweils zum Projekt und zum maßgeblichen Lizenztext.
</p>
<ul class="software-license-list">
<li>
<a href="https://github.com/twbs/bootstrap/tree/v5.2.0-beta1">Bootstrap 5.2.0-beta1</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/twbs/bootstrap/blob/v5.2.0-beta1/LICENSE">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/popperjs/popper-core/tree/v2.11.5">Popper 2.11.5</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/popperjs/popper-core/blob/v2.11.5/LICENSE.md">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/chartjs/Chart.js/tree/v4.4.1">Chart.js 4.4.1</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/chartjs/Chart.js/blob/v4.4.1/LICENSE.md">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/jquery/jquery/tree/3.7.1">jQuery 3.7.1</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/jquery/jquery/blob/3.7.1/LICENSE.txt">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/KaTeX/KaTeX/tree/v0.13.11">KaTeX 0.13.11</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/KaTeX/KaTeX/blob/v0.13.11/LICENSE">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/Leaflet/Leaflet/tree/v1.9.4">Leaflet 1.9.4</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/Leaflet/Leaflet/blob/v1.9.4/LICENSE">BSD-2-Clause-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/ha8tks/Leaflet.Maidenhead">Leaflet.Maidenhead</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/ha8tks/Leaflet.Maidenhead/blob/master/LICENSE">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/hakimel/reveal.js/tree/5.1.0">reveal.js 5.1.0</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/hakimel/reveal.js/blob/5.1.0/LICENSE">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/rikschennink/fitty/tree/v2.3.7">Fitty 2.3.7</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/rikschennink/fitty/blob/v2.3.7/LICENSE">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/markedjs/marked/tree/v4.3.0">Marked 4.3.0</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/markedjs/marked/blob/v4.3.0/LICENSE.md">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/highlightjs/highlight.js/tree/11.9.0">Highlight.js 11.9.0</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/highlightjs/highlight.js/blob/11.9.0/LICENSE">BSD-3-Clause-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/wcoder/highlightjs-line-numbers.js/tree/v2.8.0">highlightjs-line-numbers.js 2.8.0</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/wcoder/highlightjs-line-numbers.js/blob/v2.8.0/LICENSE">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/rajgoel/reveal.js-plugins">reveal.js Chart Plugin 1.3.1</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/rajgoel/reveal.js-plugins/blob/master/LICENSE">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/mrdoob/three.js/tree/r130">Three.js r130</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/mrdoob/three.js/blob/r130/LICENSE">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/vuejs/core/tree/v3.5.13">Vue.js 3.5.13</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/vuejs/core/blob/v3.5.13/LICENSE">MIT-Lizenz</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/rsms/inter">Inter</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/rsms/inter/blob/master/LICENSE.txt">SIL Open Font License 1.1</a>
</li>
<li>
<a href="https://github.com/google/material-design-icons">Google Material Icons</a>
–
<a rel="license" href="https://github.com/google/material-design-icons/blob/master/LICENSE">Apache License 2.0</a>
</li>
</ul>