feature: rufzeichen laender baender

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Matthias Jung
2026-08-18 13:53:37 +02:00
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Amateurfunkbänder werden meist nach einer ungefähren Wellenlänge bezeichnet. Das $\qty{80}{\meter}$-Band liegt beispielsweise im Bereich um $\qty{3,6}{\mega\hertz}$. Für den Empfang muss die Zuordnung zwischen Frequenzbereich und Bandname bekannt sein (vgl. Tabelle [ref:swl_frequenzbereiche_baender]).
<margin>
| l: Frequenzbereich | l: Bandbezeichnung |
| $\qtyrange{1,810}{2,000}{\mega\hertz}$ | $\qty{160}{\meter}$ |
| $\qtyrange{3,5}{3,8}{\mega\hertz}$ | $\qty{80}{\meter}$ |
| $\qtyrange{7,0}{7,2}{\mega\hertz}$ | $\qty{40}{\meter}$ |
| $\qtyrange{14}{14,35}{\mega\hertz}$ | $\qty{20}{\meter}$ |
| $\qtyrange{21}{21,45}{\mega\hertz}$ | $\qty{15}{\meter}$ |
| $\qtyrange{28}{29,7}{\mega\hertz}$ | $\qty{10}{\meter}$ |
| $\qtyrange{144}{146}{\mega\hertz}$ | $\qty{2}{\meter}$ |
| $\qtyrange{430}{440}{\mega\hertz}$ | $\qty{70}{\centi\meter}$ |
[table:swl_frequenzbereiche_baender:Wichtige deutsche Amateurfunkbänder]
</margin>
[question:SWL004]
[question:SWL005]
[question:SWL006]
[question:SWL007]
[question:SWL008]
[question:SWL009]
[question:SWL010]
[question:SWL011]
<tip>
Je höher die Frequenz, desto kürzer die Wellenlänge. Diese Beziehung hilft, grobe Zuordnungsfehler zu erkennen.
Anstatt alle Fragen auswendig zu lernen, kann man das auch mit den folgenden Faustformeln berechnen:
$ f~[\text{in~} \unit{\mega\hertz}] = \frac{300}{\lambda~[\text{in~} \unit{\meter}]} $
und
$ \lambda~[\text{in~} \unit{\meter}] = \frac{300}{f~[\text{in~} \unit{\mega\hertz}]}. $
</tip>
Bandgrenzen können vom Land und von den jeweiligen Nutzungsbestimmungen abhängen. Zum praktischen Hören wird deshalb ein aktueller Bandplan verwendet.
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Der vordere Teil eines Rufzeichens enthält einen *Landeskenner*. Er hilft dem SWL, die gehörte Station geografisch einzuordnen. Die Zuordnung wird international durch die ITU geregelt.
Für die DE-Prüfung sind insbesondere diese europäischen Landeskenner wichtig:
<margin>
| l: Landeskenner | l: Land | l: Merkhilfe |
| EA | Spanien | EspaniA |
| F | Frankreich | Anfangsbuchstabe |
| LX | Luxemburg | LuXemburg |
| OE | Österreich | OEsterreich |
| OK | Tschechien | |
| ON | Belgien | |
| PA | Niederlande | Franz. PAys-Bas |
| SP | Polen | Schönes Polen |
[table:swl_landeskenner_europa:Prüfungsrelevante europäische Landeskenner]
</margin>
[question:BD303]
[question:BD305]
[question:BD311]
Eine vollständige Landeskennerliste muss nicht auswendig gelernt werden. Beim praktischen Hören lohnt es sich, neue Präfixe nachzuschlagen und zusammen mit dem Land im Logbuch zu notieren. So wächst das Wissen mit jeder gehörten Station.
<attention>
Spricht eine Station ein Rufzeichen mit vorangestelltem fremdem Landeskenner und Schrägstrich, kann sie sich vorübergehend in einem anderen Land befinden. Entscheidend ist immer das vollständig gehörte Rufzeichen.
</attention>
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@@ -11,4 +11,4 @@ QSL Vielen Dank für das QSO, 73 bis zum nächsten Mal
> DL1FLO, DL9MJ 73
</qso>
Für einen SWL-Report musst du dir die Stationsrufzeichen beider Stationen notieren. Wie genau eine SWL-QSL-Karte ausgefüllt wird schauen wir uns später an.
Für einen vollständigen SWL-Bericht müssen beide beteiligten Amateurfunkrufzeichen richtig aufgenommen werden: das Rufzeichen der angeschriebenen Station und das Rufzeichen ihrer Gegenstation. Wie genau eine SWL-QSL-Karte ausgefüllt wird schauen wir uns später an.
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@@ -0,0 +1,29 @@
Ein Amateurfunkrufzeichen [index:Rufzeichen] identifiziert eine Amateurfunkstelle eindeutig. Es besteht aus Präfix, Ziffer und Suffix. Beim Rufzeichen *DL1FLO* ist *DL* das Präfix, *1* die Ziffer und *FLO* das Suffix.
Das Präfix lässt häufig das Land erkennen. In Deutschland legt der [Rufzeichenplan](https://50ohm.de/rzp) der Bundesnetzagentur fest, wie Rufzeichen gebildet und welchen Verwendungszwecken sie zugeteilt werden.
[question:VD201]
Neben personengebundenen Rufzeichen gibt es unter anderem Rufzeichen für Klubstationen sowie für fernbediente und automatisch arbeitende Amateurfunkstellen.
[question:VD202]
Einige deutsche Rufzeichenbereiche lassen sich direkt zuordnen:
* *DL0* mit zwei- oder dreistelligem Suffix: Klubstation
* *DL1* bis *DL9* mit zwei- oder dreistelligem Suffix: personengebundenes Rufzeichen der Klasse A
* *DO1* bis *DO9* mit zwei- oder dreistelligem Suffix: personengebundenes Rufzeichen der Klasse E
Hier solltest du den oben verlinkten Rufzeichenplan der Bundesnetzagentur zu Rate ziehen, um die Bedeutung der einzelnen deutschen Präfixe zu erkennen.
[question:BD103]
[question:BD104]
[question:BD106]
<indepth>
Auch der Prefix DE ist Deutschland zugeteilt und könnte auch von der Behörde für Amateurfunkrufzeichen verwendet werden. Bei der Auswahl der amateurfunkinternen Landeskenner nach dem zweiten Weltkrieg hatte man vonseiten der damals zuständigen Bundespost *DE* von vornherein außer Acht gelassen wegen der Verwechslungsgefahr mit der Abkürzung *de* (= von) im CW-Verkehr. Zudem stand *DE* schon seit 1925 als Abkürzung für *Deutsche Empfangsstation* fest.
Ein DE-Kennzeichen sieht also ähnlich aus, ist aber kein Amateurfunkrufzeichen der Bundesnetzagentur. Es kennzeichnet eine deutsche Empfangsstation und berechtigt nicht zum Senden.
</indepth>
Im nächsten Abschnitt schauen wir uns die internationalen Rufzeichen genauer an.