refactor: messungen am sender

This commit is contained in:
Matthias Jung
2026-08-10 19:07:55 +02:00
parent b5a685ec6b
commit 5354c610f0
6 changed files with 144 additions and 35 deletions
@@ -3,6 +3,8 @@ Parasitäre Schwingungen entstehen vornehmlich in HF-Leistungsversträrker-Stufe
[question:AJ212]
[question:AJ213]
%TODO DL9MJ Bild von Ferritperlen von DD3LL einfügen
Um parisitäre Schwingungen zu unterdrücken können in VHF-Sendern beispielsweise Ferrit-Perlen eingesetzt werden, die am Emitter des Leistungstransistors angebracht werden (möglichst nah am Transistor).
Bei breitbandigen Kurzwellen-Endstufen kann ein Parallel-Widerstand am Transformator zu dessen Bedämpfung und somit Verringerung der Schwingneigung des Verstärkers verwendet werden.
+65 -20
View File
@@ -1,47 +1,92 @@
Wichtige Messungen für den Funkamateur an Sendern sind Messungen von Ausgangsleistungen an Sendern oder die Messung von HF-Spannungen in HF-Schaltungsteilen.
Wichtige Messungen für den Funkamateur an Sendern sind Messungen von Ausgangsleistungen an Sendern oder die Messung von HF-Spannungen in HF-Schaltungsteilen. Bei Messung von Senderausgangsleistungen muss der Sender mit einer definierten Impedanz, die zur Ausgangsimpedanz des Senders passt, abgeschlossen werden. Im Amateurfunk beträgt die übliche Impedanz (Senderabschluss) $\qty{50}{\ohm}$. Der Abschluss kann auch direkt in der Messschaltung erfolgen, was jedoch nur bei kleinen Leistungen sinnvoll ist.
Bei Messung von Senderausgangsleistungen muss der Sender mit einer definierten Impedanz, die zur Ausgangsimpedanz des Senders passt, abgeschlossen werden. Im Amateurfunk beträgt die übliche Impedanz (Senderabschluss) $\qty{50}{\ohm}$. Der Abschluss kann auch direkt in der Messschaltung erfolgen, was jedoch nur bei kleine Leistungen sinnvoll ist.
Die Messung von HF-Spannungen erfolgt mittels eines HF-Tastkopfes über Diodengleichrichtung und anschließende Glättung der entstehenden Gleichspannung mit einem nachgeschalteten Kondensator. Abbildung [ref:hf_messkopf_0] zeigt das Prinzip eines HF-Tastkopfes mit einfacher Gleichrichtung und Glättung der Gleichspannung. Die HF-Spannung wird über einen Widerstand (oder eine Kombination aus Widerständen) am Eingang impedanzrichtig abgeschlossen. Anschließend erfolgt die Gleichrichtung mittels Diode, deren Ausgangsspannung sich als Spitzenwert abzüglich der Forward-Spannung der Diode berechnet und im nachgeschalteten Kondensator gepuffert wird. Abbildung [ref:hf_messkopf_1] zeigt einen selbstgebauten HF-Tastkopf, Abbildung [ref:hf_messkopf_2] den Schaltplan dazu.
Die Messung von HF-Spannungen erfolgt mittels eines HF-Tastkopfes über Diodengleichrichtung und anschließende Glättung der entstehenden Gleichspannung mit einem nachgeschalteten Kondensator.
Bei HF-Tastköpfen mit nur einer Diode ist am Messausgang die Spitzenspannung der zugeführten HF-Spannung abzüglich der Forward-Spannung der verwendeten Diode und eines ggf. vorhandenen vorgeschalteten Spannungsteilers messbar.
<margin>
[picture:576:hf_messkopf_0:Prinzip eines HF-Tastkopfes mit einfacher Gleichrichtung und Glättung der Gleichspannung]
[photo:338:hf_messkopf_1:Selbstgebauter HF-Tastkopf von DL3JOP]
[photo:339:hf_messkopf_2:Schaltplan HF-Tastkopf von DL3JOP]
</margin>
[question:AI608]
Zur Erhöhung der Messgenauigkeit, insbesondere bei kleinen Leistungen im VHF/UHF-Bereich, verwendet man oft eine doppelte Gleichrichtung über 2 Dioden, so dass beide Halbwellen der HF gleichgerichtet werden (Doppelte Spitzenspannung) und, abzüglich 2 mal der Forward-Spannung der verwendeten Dioden, als addierte Messspannung am Messausgang zur Verfügung stehen.
[question:AI605]
[question:AI604]
Bei höheren HF-Leistungen muss ein entsprechend belastbares Dämpfungsglied vorgeschaltet werden, das einen Großteil der Senderausgangsleistung, die gemessen werden soll, aufnimmt. Das Dämpfungsglied ist bei der Berechnung der Leistung zu berücksichtigen.
[question:AI609]
Um Leistungen und HF-Spannungen mit den vorgenannten Schaltungen exakt messen zu können, müssen diese kalibriert werden um entsprechende Korrekturwerte für die Messungen zu erstellen.
---
Für eine möglichst genaue Messung von HF-Spannungen und -Leistungen muss die verwendete Messschaltung zunächst kalibriert werden. Dazu werden bekannte Referenzsignale eingespeist und die Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem gemessenen Wert bestimmt. Aus diesen Abweichungen können frequenz- und pegelabhängige Korrekturwerte ermittelt und beispielsweise in einer Tabelle wie in [ref:a_frequenzgang_messwerte] gespeichert werden.
Bei einer späteren Messung wird der angezeigte Messwert mit dem entsprechenden Korrekturwert berichtigt. Werden die Messwerte in $\unit{\dBm}$ angegeben, kann z. B. die bei der Kalibrierung bestimmte Abweichung für die entsprechende Frequenz als Korrekturwert in $\unit{\dB}$ zum Messwert addiert werden.
<margin>
| c: Frequenz in MHz | c: Sendeleistung $\qty{-40}{\dBm}$ | c: Sendeleistung $\qty{-20}{\dBm}$ |
| 10 | $\qty{-40,24}{\dBm}$ | $\qty{-20}{\dBm}$ |
| 50 | $\qty{-40,24}{\dBm}$ | $\qty{-20}{\dBm}$ |
| 100 | $\qty{-40,26}{\dBm}$ | $\qty{-20,12}{\dBm}$ |
| 200 | $\qty{-40,26}{\dBm}$ | $\qty{-20,2}{\dBm}$ |
| 300 | $\qty{-40,51}{\dBm}$ | $\qty{-20,32}{\dBm}$ |
| 400 | $\qty{-40,46}{\dBm}$ | $\qty{-20,28}{\dBm}$ |
| 500 | $\qty{-40,84}{\dBm}$ | $\qty{-20,64}{\dBm}$ |
| 600 | $\qty{-40,7}{\dBm}$ | $\qty{-20,41}{\dBm}$ |
| 700 | $\qty{-40,7}{\dBm}$ | $\qty{-20,53}{\dBm}$ |
| 800 | $\qty{-40,8}{\dBm}$ | $\qty{-20,55}{\dBm}$ |
| 900 | $\qty{-40,37}{\dBm}$ | $\qty{-20,2}{\dBm}$ |
| 1000 | $\qty{-40,33}{\dBm}$ | $\qty{-20,09}{\dBm}$ |
| 1100 | $\qty{-40,12}{\dBm}$ | $\qty{-19,85}{\dBm}$ |
| 1200 | $\qty{-39,94}{\dBm}$ | $\qty{-19,62}{\dBm}$ |
| 1300 | $\qty{-39,69}{\dBm}$ | $\qty{-19,49}{\dBm}$ |
| 1400 | $\qty{-40,18}{\dBm}$ | $\qty{-19,79}{\dBm}$ |
| 1500 | $\qty{-40,13}{\dBm}$ | $\qty{-19,97}{\dBm}$ |
| 1600 | $\qty{-40,95}{\dBm}$ | $\qty{-20,62}{\dBm}$ |
| 1700 | $\qty{-41,55}{\dBm}$ | $\qty{-21,64}{\dBm}$ |
| 1800 | $\qty{-41,47}{\dBm}$ | $\qty{-20,92}{\dBm}$ |
| 1900 | $\qty{-43,1}{\dBm}$ | $\qty{-23,27}{\dBm}$ |
| 2000 | $\qty{-42,34}{\dBm}$ | $\qty{-21,89}{\dBm}$ |
[table:a_frequenzgang_messwerte:Gemessene Pegel in Abhängigkeit von der Frequenz für den HF-Tastkopf von DL3JOP]
</margin>
[question:AI612]
Betrachten wir nun die Berechnung der Schaltungen im Detail.
Ein HF-Tastkopf mit einfacher Gleichrichtung und anschließender Glättung wird wie folgt berechnet:
Betrachten wir nun die Berechnung der Schaltungen im Detail. Bei HF-Tastköpfen mit nur einer Diode ist am Messausgang die Spitzenspannung der zugeführten HF-Spannung abzüglich der Forward-Spannung der verwendeten Diode und eines ggf. vorhandenen vorgeschalteten Spannungsteilers messbar. Ein HF-Tastkopf mit einfacher Gleichrichtung und anschließender Glättung wird wie folgt berechnet:
Das HF-Eingangssignal wird durch den vorhandenen Widerstand (oder Kombination aus Einzelwiderständen) am Eingang impedanzrichtig abgeschlossen. In der dargestellten Schaltung wird die HF-Spannung durch den nachfolgenden Spannungsteiler halbiert (wobei dieser ebenfalls bzgl. der Impedanz wirksam ist). Anschließend erfolgt die Spitzenwert-Gleichrichtung mittels Diode, deren Ausgangsspannung sich als Spitzenwert abzüglich der Forward-Spannung der Diode berechnet und im nachgeschalteten Kondensator gepuffert wird.
Das HF-Eingangssignal wird durch den vorhandenen Widerstand (oder Kombination aus Einzelwiderständen) am Eingang impedanzrichtig abgeschlossen. In der dargestellten Schaltung (vgl. Abbildung [ref:hf_messkopf_0]) wird die HF-Spannung durch den nachfolgenden Spannungsteiler halbiert (wobei dieser ebenfalls bzgl. der Impedanz wirksam ist). Anschließend erfolgt die Spitzenwert-Gleichrichtung mittels Diode, deren Ausgangsspannung sich als Spitzenwert abzüglich der Forward-Spannung der Diode berechnet und im nachgeschalteten Kondensator gepuffert wird.
Bei $\qty{1}{\watt}$ Eingangsleistung in einem $\qty{50}{\ohm}$-System ergibt sich eine Eingangsspannung von $\qty{7,07}{\volt}$ Effektiv-Spannung und $\qty{10}{\volt}$ Spitzenspannung.
Der nachgeschaltete Spannungsteiler halbiert diese Spannung auf $\qty{5}{\volt}$ Spitzenspannung, die nach Gleichrichtung durch die Diode abzüglich deren Forward-Spannung von $\qty{0,23}{\volt}$ noch $\qty{4,77}{\volt}$ beträgt. Gemessen werden dann gerundet ca. $\qty{4,8}{\volt}$ am Ausgang der Schaltung.
---
[question:AI610]
Umgekehrt kann aus der gemessenen Gleichspannung die der Schaltung zugeführte Leistung berechnet werden.
<tip>
Bei allen Schaltungen mit HF-Messköpfen kann man pauschal davon ausgehen, dass der Eingangswiderstand $\qty{50}{\ohm}$ ist. Man muss es nicht nochmal nachrechnen sondern man kann diesen Schritt für die Prüfungsfragen überspringen.
</tip>
Gemessen werden am Ausgang der Schaltung $\qty{14,9}{\volt}$ Spitzenspannung. Wegen der Forward-Spannung der Diode beträgt der HF-Spitzenwert vor der Diode $\qty{15,6}{\volt}$. Unter Berücksichtigung des vorgeschalteten Spannungsteilers ergibt dies eine HF-Spitzenspannung von $\qty{31,2}{\volt}$. Dies entspricht einer Eingangsleistung an einem $\qty{50}{\ohm}$-System von $\qty{9,73}{\watt}$ und damit ca. $\qty{9,7}{\watt}$.
Umgekehrt kann aus der gemessenen Gleichspannung die der Schaltung zugeführte Leistung berechnet werden. Probier aus, ob du auf die Lösung kommst!
[question:AI611]
Bei HF-Tastköpfen und Leistungsmessern mit doppelter Spitzenwertgleichrichtung (2 Dioden) erfolgt die Berechnung wie bei Einfachgleichrichtung, jedoch ist die doppelte Spitzenspannung am Ausgang und der doppelte Spannungsabfall durch 2 Dioden zu berücksichtigen.
Neben HF-Tastköpfen mit nur einer Diode gibt es Schaltungen mit zwei Dioden. Ihr Vorteil besteht darin, dass sowohl die positive als auch die negative Spitze des HF-Signals erfasst wird. Dadurch steht am Ausgang eine ungefähr doppelt so große Messspannung zur Verfügung wie bei einer einfachen Spitzenwertgleichrichtung. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn kleine HF-Spannungen mit einem nachgeschalteten Gleichspannungsmessgerät erfasst werden sollen.
[question:AI605]
[question:AI604]
Die positive und die negative Spitze des HF-Signals werden dabei getrennt erfasst und in Kondensatoren gespeichert. Die beiden Spannungen addieren sich am Ausgang. Idealerweise entspricht die Ausgangsspannung damit der Spitze-Spitze-Spannung des HF-Signals:
$U_\mathrm{A} \approx U_\mathrm{SS} = 2\hat U$
In der realen Schaltung müssen zusätzlich die Durchlassspannungen der beiden Dioden berücksichtigt werden. Näherungsweise gilt daher:
$U_\mathrm{A} \approx 2\hat U - 2U_\mathrm{F}$
Soll aus der gemessenen Ausgangsspannung wieder auf die HF-Spannung geschlossen werden, ergibt sich:
$\hat{U} \approx \frac{U_\mathrm{A}+2U_\mathrm{F}}{2}$
Aus dem Spitzenwert kann anschließend der Effektivwert und daraus bei bekanntem Widerstand die HF-Leistung berechnet werden.
[question:AI607]
[question:AI606]
Um anzuzeigen, dass ein Sender über seine Antenne Leistung abstrahlt kann ein Feldstärkeanzeiger verwendet werden. Hierbei wird über eine Messantenne einer Diode die empfangene HF zugeführt und durch die Diode gleichgerichtet. Anschließend wir die gleichgerichtete Spannung über HF-Drosseln einem Kondensator zugeführt, der die gleichgerichtete Spannung puffert. Die Anzeige erfolgt durch ein empfindliches Strommessgerät. Je höher der Zeigerausschlag des Messinstruments ausfällt, desto höher ist die an der Antenne gemessene HF-Feldstärke. Um exakte Messungen vornehmen zu können muss sowohl die Messantenne als auch der Feldstärkemesser kalibriert werden.
Um anzuzeigen, dass ein Sender über seine Antenne Leistung abstrahlt, kann ein Feldstärkeanzeiger verwendet werden. Hierbei wird über eine Messantenne der Diode die empfangene HF zugeführt und durch die Diode gleichgerichtet. Anschließend wird die gleichgerichtete Spannung über HF-Drosseln einem Kondensator zugeführt, der die gleichgerichtete Spannung puffert. Die Anzeige erfolgt durch ein empfindliches Strommessgerät. Je höher der Zeigerausschlag des Messinstruments ausfällt, desto höher ist die an der Antenne gemessene HF-Feldstärke. Um exakte Messungen vornehmen zu können, muss sowohl die Messantenne als auch der Feldstärkemesser kalibriert werden.
[question:AI613]
+18 -10
View File
@@ -1,21 +1,29 @@
Diese Schaltung stellt einen sogenannten Spannungsverdoppler dar. Der negative Spitzenwert wird zur Masse der Gleichspannung. Jeder der Spitzenwerte wird dabei durch $U_F$ verringert.
Diese Schaltung arbeitet als Spannungsverdoppler beziehungsweise Spitze-Spitze-Detektor. Die positive und die negative Spitze des HF-Signals werden erfasst, sodass am Ausgang näherungsweise die Spitze-Spitze-Spannung abzüglich der Durchlassspannungen beider Dioden zur Verfügung steht.
$U_{\mathrm{SS}} = \qty{15,3}{\volt} + 2 \cdot \qty{0,23}{\volt} = \qty{15,76}{\volt}$
Ab jetzt kann man die entsprechenden Formeln aus der Formelsammlung anwenden, um die HF-Spannung zu errechnen:
Aus
$U_{\mathrm{SS}} = 2 \cdot \hat{U}$
$U_{\mathrm{SS}} = 2 \cdot \hat{U}$
$\hat{U} = \frac{U_{SS}}{2} = \qty{7,88}{\volt}$
folgt für den Spitzenwert der HF-Spannung an der $\qty{5}{\ohm}$-Anzapfung:
Die Spannung wurde durch die $\qty{5}{\ohm}$-Anzapfung der $\qty{50}{\ohm}$-Dummyload zu niedrig gemessen. Da die Gesamtleistung gesucht ist, muss man das rückgängig machen.
$\hat{U} = \frac{U_{\mathrm{SS}}}{2} = \qty{7,88}{\volt}$
$\hat{U}_{\mathrm{Sender}} = \frac{50}{5} \cdot \hat{U} = \qty{78,8}{\volt}$
Die Spannung wird an einer $\qty{5}{\ohm}$-Anzapfung der insgesamt $\qty{50}{\ohm}$ großen Dummyload gemessen. Da durch die gesamte Dummyload derselbe Strom fließt, verhalten sich die Spannungen wie die Widerstände. Die HF-Spitzenspannung über der gesamten Dummyload beträgt daher:
Aus den Formeln für Leistung und Effektivspannung in den Hilfsmitteln lässt sich dann die Antwort errechnen:
$\hat{U}_{\mathrm{Sender}} = \frac{\qty{50}{\ohm}}{\qty{5}{\ohm}} \cdot \hat{U} = 10 \cdot \qty{7,88}{\volt} = \qty{78,8}{\volt}$
$\hat{U} = U_{\mathrm{eff}} \cdot \sqrt{2}$ eingesetzt in $P = \frac{U^2}{R}$
Mit
$P = \frac{(\frac{\hat{U}_{\mathrm{Sender}}}{\sqrt{2}})^2}{R} = \frac{\hat{U}_{\mathrm{Sender}}^2}{2R} = \frac{78,8^2}{100} = \qty{62,0944}{\watt}$
$\hat{U} = U_{\mathrm{eff}} \cdot \sqrt{2}$
Die richtige Antwort ist daher "Zirka $\qty{60}{\watt}$".
und
$P = \frac{U_{\mathrm{eff}}^2}{R}$
ergibt sich:
$P = \frac{\hat{U}_{\mathrm{Sender}}^2}{2R} = \frac{(\qty{78,8}{\volt})^2}{2 \cdot \qty{50}{\ohm}} \approx \qty{62}{\watt}$
Die HF-Leistung des Senders beträgt somit ungefähr $\qty{60}{\watt}$.
+21
View File
@@ -0,0 +1,21 @@
Die beiden Dioden bilden eine doppelte Spitzenwertgleichrichtung. Am Ausgang werden $\qty{15,3}{\volt}$ gemessen. Zusätzlich müssen die Durchlassspannungen der beiden Schottkydioden mit jeweils $\qty{0,23}{\volt}$ berücksichtigt werden:
$U_\mathrm{SS} = \qty{15,3}{\volt} + 2 \cdot \qty{0,23}{\volt} = \qty{15,76}{\volt}$
Der Spitzenwert der HF-Spannung beträgt damit:
$\hat U = \frac{U_\mathrm{SS}}{2} = \frac{\qty{15,76}{\volt}}{2} = \qty{7,88}{\volt}$
Für die Leistungsberechnung wird der Effektivwert benötigt:
$U_\mathrm{eff} = \frac{\hat U}{\sqrt{2}} = \frac{\qty{7,88}{\volt}}{\sqrt{2}} \approx \qty{5,57}{\volt}$
Die Widerstände mit $\qty{56}{\ohm}$ und $\qty{470}{\ohm}$ liegen parallel und bilden näherungsweise einen $\qty{50}{\ohm}$-Abschluss:
$R = \qty{56}{\ohm} \parallel \qty{470}{\ohm} \approx \qty{50}{\ohm}$
Damit ergibt sich die HF-Leistung:
$P = \frac{U_\mathrm{eff}^2}{R} = \frac{(\qty{5,57}{\volt})^2}{\qty{50}{\ohm}} \approx \qty{0,62}{\watt}$
Die HF-Leistung beträgt somit ungefähr $\qty{600}{\milli\watt}$.
+7 -5
View File
@@ -1,19 +1,21 @@
Gehen wir von links nach rechts durch, was die Schaltung mit dem eingeführten Watt anstellt. Zunächst sieht man eine Parallelschaltung von $\qty{110}{\ohm}$, $\qty{110}{\ohm}$ und zwei $\qty{330}{\ohm}$ Widerständen.
Gehen wir von links nach rechts durch, was die Schaltung mit dem eingeführten Watt anstellt.
Zunächst sieht man eine Parallelschaltung von $\qty{110}{\ohm}$, $\qty{110}{\ohm}$ und zwei $\qty{330}{\ohm}$ Widerständen. Wir wissen ja, dass bei einem $\qty{50}{\ohm}$-System der Eingangswiderstand auch $\qty{50}{\ohm}$ betragen muss. Wenn man möchte, kann man das aber auch nochmal überprüfen und das Widerstandsnetzwerk berechnen.
Laut Formelsammlung:
$\frac{1}{R} = \frac{1}{110} + \frac{1}{110} + \frac{1}{2 \cdot 330}$
Damit ist $R = \frac{660}{13} \approx \qty{51}{\ohm}$
Damit ist $R = \frac{660}{13} \approx \qty{50}{\ohm}$
Führt man nun $\qty{1}{\watt}$ in diese Parallelschaltung ein, erhält man:
$U = \sqrt{P \cdot R} = \sqrt{1 \cdot 51} \approx \qty{7}{\volt}$
$U = \sqrt{P \cdot R} = \sqrt{1 \cdot 50} \approx \sqrt{49} \approx \qty{7}{\volt}$
Für die Diode zählt nur die obere Halbwelle, also die Spitzenspannung:
$\hat{U} = U \cdot \sqrt{2} \approx \qty{10,1}{\volt}
$\hat{U} = U \cdot \sqrt{2} \approx \qty{10}{\volt}$
Die Eingangsspannung wird durch den $2 \cdot \qty{330}{\ohm}$ Spannungsteiler halbiert und dann um $U_F$ verringert:
$U_A = \frac{\hat{U}}{2} - U_F = \qty{5,05}{\volt} - \qty{0,23}{\volt} \approx \qty{4,8}{\volt}$
$U_A = \frac{\hat{U}}{2} - U_F = \qty{5}{\volt} - \qty{0,23}{\volt} \approx \qty{4,8}{\volt}$
+31
View File
@@ -0,0 +1,31 @@
Zunächst betrachten wir den Eingangswiderstand der Schaltung. Dieser sollte im Amateurfunk genau $\qty{50}{\ohm}$ betragen. Den Teil der Rechnung kann man also eigentlich überspringen. Der Vollständigkeit halber zeigen wir trotzdem, dass sich hier ingesamt $\qty{50}{\ohm}$ ergeben
Der Spannungsteiler aus den beiden Widerständen mit jeweils $\qty{330}{\ohm}$ hat insgesamt:
$R_\mathrm{T}=\qty{330}{\ohm}+\qty{330}{\ohm}=\qty{660}{\ohm}$
Dieser liegt parallel zu $R_1=\qty{54,1}{\ohm}$:
$R_\mathrm{in}=R_1\parallel R_\mathrm{T}$
$R_\mathrm{in}=\frac{\qty{54,1}{\ohm}\cdot\qty{660}{\ohm}}{\qty{54,1}{\ohm}+\qty{660}{\ohm}}\approx\qty{50}{\ohm}$
Die Schaltung bildet somit näherungsweise einen $\qty{50}{\ohm}$-Abschluss.
Am Ausgang werden $\qty{14,9}{\volt}$ Gleichspannung gemessen. Wegen der Durchlassspannung der Siliziumdiode von $\qty{0,7}{\volt}$ muss der HF-Spitzenwert am Eingang der Diode um diesen Betrag größer sein:
$\hat U_\mathrm{D}=\qty{14,9}{\volt}+\qty{0,7}{\volt}=\qty{15,6}{\volt}$
Die Diode liegt am Mittelpunkt des Spannungsteilers aus den beiden gleichen $\qty{330}{\ohm}$-Widerständen. Dort liegt daher nur die halbe HF-Eingangsspannung an. Der Spitzenwert am Eingang beträgt somit:
$\hat U_\mathrm{in}=2\cdot\qty{15,6}{\volt}=\qty{31,2}{\volt}$
Für die Leistungsberechnung benötigen wir den Effektivwert:
$U_\mathrm{eff}=\frac{\hat U_\mathrm{in}}{\sqrt{2}}=\frac{\qty{31,2}{\volt}}{\sqrt{2}}\approx\qty{22,1}{\volt}$
Damit ergibt sich die HF-Leistung:
$P=\frac{U_\mathrm{eff}^2}{R_\mathrm{in}}=\frac{(\qty{22,1}{\volt})^2}{\qty{50}{\ohm}}\approx\qty{9,7}{\watt}$
Die HF-Eingangsleistung beträgt somit ungefähr $\qty{9,7}{\watt}$.