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## Gegentaktsignal und Mantelwellen
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* Idealerweise fließen im Innen- und Außenleiter eines Koaxialkabels gleich große, entgegengesetzte Ströme
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* Deren Summe ist Null – reines Gegentaktsignal
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* Reines Gegentaktsignal verhindert das Auftreten von Mantelwellen
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### Gleichtaktsignal und Mantelstrom
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* Ist die Stromsumme ungleich Null, entsteht ein Gleichtaktsignal
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* Gleichtaktanteil fließt auf der Außenseite des Außenleiters als Mantelstrom
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* Mantelstrom erzeugt eine Mantelwelle um das Kabel
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[question:AG425]
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### Stromkompensierte Drossel
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* Koaxialkabel, um einen Ferritkern gewickelt, unterdrückt Mantelwellen
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* Diese Bauform wird als stromkompensierte Drossel bezeichnet
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[question:AG426]
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## HF-Trenntrafo zur Mantelwellensperre
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* Alternative: HF-Trenntrafo, bei dem Primär- und Sekundärwicklung nicht verbunden sind
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* Strom, der in einen Pol hineinfließt, fließt nahezu gleich groß aus dem anderen – Gleichtaktanteil entfällt
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Zwischen den Spulenwindungen bildet sich Kapazität, die den Gleichtaktanteil nicht vollständig unterdrückt
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[question:AJ115]
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### HF-Spannungen und Mantelwellen
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* Fehlen HF-Gleichtaktsignale: Außenleiter zeigt keine hochfrequente Spannung gegenüber Erde
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* Bei Gegentaktsignalen bildet sich das elektrische Feld ausschließlich zwischen Innen- und Außenleiter
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* Außenwirkung: Die Ströme heben sich auf – keine Mantelwellen
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* Mantelwellen hängen direkt mit HF-Spannungen am Außenleiter zusammen
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## Symmetrische Antennen und Außenleiterspannung
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* Bei symmetrischer Antenne weist jeder Dipolschenkel eine Spannung gegenüber Erde auf
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* Verbindung der Antennenschenkel mit den Leitern des Koaxialkabels führt zu einer HF-Spannung am Außenleiter
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### Einfluss der Erdung bei Antennen
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* Gut geerdete Antennen (z. B. Groundplane mit abgestimmten oder vergrabenen Radialen) haben nahezu 0 V am Speisepunkt
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* Schlecht geerdete Groundplane-Antennen können anfällig für Mantelwellen sein
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## Kontaktlose Einkopplung in den Koax-Schirm
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* Mantelwellen können durch kontaktlose Einkopplung entstehen
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* Führt man ein Speisekabel parallel zu einem Dipolschenkel, koppelt das Nahfeld der Antenne in den Koax-Schirm ein
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[question:AG427]
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### Spannungsbalun / Spartransformator
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[picture:447:a_mantelwellen_spannungsbalun:Aufbau eines Spannungbaluns]
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* Bei vollständig symmetrischen Antennen kann ein Spannungsbalun die Ströme im Koaxialkabel symmetrieren
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* Typischer Spartransformator: Koaxialkabel in der Mitte und am Ende einer Spule angeschlossen, Antenne an beide Enden der Spule
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[picture:447:a_mantelwellen_spannungsbalun:Aufbau eines Spannungbaluns]
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* Verdopplung der Spannung ($ü = 2$) und Halbierung des Stroms führen zu einer 1:4 Impedanztransformation
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* An ein 50 Ohm Koaxialkabel wird idealerweise eine Antenne mit ca. 200 Ohm angeschlossen
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[question:AG421]
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[question:AG422]
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## Einschränkungen der Mantelwellensperre
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* Spannungsbalun funktioniert nur, wenn die angeschlossene Antenne tatsächlich symmetrisch ist
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* Asymmetrische Belastung kann Mantelwellen begünstigen
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* Kontaktlose Einkopplung über die elektromagnetischen Nahfelder bleibt möglich
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* Eine zusätzliche Mantelwellensperre mit räumlichem Abstand kann unterstützend wirken
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[question:AG428]
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[question:AG429]
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